Den Abend zuvor verbrachten wir beim Stammtisch im "Martinsee"
Heusenstamm. Nach dem Essen und anschließendem gemütlichen Zusammensein
in der am Sportplatz gelegenen Grillhütte schliefen wir die Nacht auf dem
Parkplatz, da wir Samstags in den Westerwald fahren wollten, um eine neue
Grillhütte zu besichtigen.
Gegen 9.30 Uhr fuhren wir, das waren: Bernie und Gerhard, Brigitte und
Horst, Christel und Peter sowie Bernd und ich, ab. Gerhard hatte seine
Frieda (Navigationsgerät) mit den nötigen Daten gefüttert und schon gings
los. Nach kurzen Irritationen, wir hatten die A3 im Kopf - aber "Frieda"
wollte unbedingt auf die A5, fuhren wir brav hinter Gerhard her. Kurz vor
der Abfahrt, um genau zu sagen 8 km vorher, landeten wir am Ende eines
Staus. Gottseidank war da grade eine andere Abfahrt und ein kurzer Blick
auf die Landkarte sagte uns, dass wir dort auch abfahren könnten. "Frieda"
war zwar erst etwas unwillig: "Bitte an der nächsten Möglichkeit wenden".
Aber dies ignorierte Gerhard und schon bald führte uns Frieda auf der von
uns gewünschten Strecke sicher ans Ziel.
Als wir so gegen 12 Uhr an der Grillhütte ankamen, war der Verein "Grillhütte Nenderoth 1978" gerade dabei alles für seine Grillparty vorzubereiten. Erst schauten
alle ganz verdutzt, denn sie dachten ihr Hüttenwart hätte die Hütte für
dieses Wochenende doppelt belegt. Aber wir konnten sie schnell beruhigen:
wir wollten uns die Hütte nur anschauen und die Gelegenheit mit der Grillparty
als Anlass nehmen, herzukommen.
Wir sollten uns mit unseren Wohnmobilen etwas weiter unten ans städtische Schwimmbad stellen, da der Platz oben wohl nicht ausreichen würde. Gesagt - getan. Nachdem die Wohnmobile alle schön in Reih und Glied auf einem kleinen Waldweg standen, gingen wir uns die Hütte ansehen. Wir wurden nun aufs herzlichste begrüßt und außer der Reihe mit Grillwürstchen bedient - die Grillparty sollte ja erst gegen 15 Uhr beginnen. Da es noch früh am Mittag war und es leider noch nichts zu trinken gab, beschlossen wir uns ein wenig zurückzuziehen. Die einen nutzten dies für ein Mittagsschläfchen, die anderen zum Lesen oder Spazierengehen.
Während unserer Mittagspause kamen viele dunkle Wolken, er regnete wie
aus Eimern. Da hatte sich der Verein aber kein schönes Wetter ausgesucht.
So gegen 14.30 Uhr verschwanden die Wolken gottseidank wieder und wir machten
uns auf den Weg zum Kaffeetrinken. Oben angekommen mussten wir feststellen,
dass der zuvor aufgestellte 3 x 9 m Pavillon nicht mehr da war. Er hatte
den Wassermassen und dem Wind nicht standhalten können. Jetzt konnten alle
nur noch hoffen, dass das Wetter halten würde. Die Kuchenauswahl war herrlich
- es geht halt nix über Selbstgebackenes - ein Lob an die "Weibsleu"
des Vereins. Auch später die Salate waren ein Gedicht. Soviel Gastlichkeit
wie bei diesem Verein hatten wir bisher selten erlebt. Die Frage ob sie
auch Wein hätten, mussten sie erst einmal verneinen. Aber schon nach kurzer
Zeit war dann doch Wein da - sie haben ihn extra geholt. Zwischendrin kamen
für kurze Zeit Norbert und Mareike mit Freunden. Sie waren ganz in der
Nähe am Krombachsee zum Surfen und so bot es sich an, dass auch sie sich
die Hütte anschauen konnten. Wir saßen lange bei guten Getränken, leckerem
Essen und strahlendem Sonnenschein an der Grillhütte.
Später am Abend wollten wir uns nochmal alle vor die Wohnmobile setzen. Also Stühle und einen Tisch raus und gemütlich gemacht. Aber was war das? Da wurde es am Horizont doch schon wieder heftig dunkel. Es zog sich so schnell zu, das wir es gerade schafften alle Stühle und Tische zu verstauen und uns in die Wohnmobile zu retten. Schon kam der Regen runter. Es blitzte, donnerte und regnete in einem fort. Schade, hätte bestimmt noch einen schönen Abend gegeben.
Am nächsten Morgen erwartete uns wieder strahlender Sonnenschein. Bernd
machte noch mal ein paar Bilder von der Hütte, der Verein hatte wohl am
vorherigen Abend schon alles wieder weggeräumt. Wir machten uns alle auf
den Weg zur Krombachtalsperre um dort Norbert und Mareike zu besuchen und
uns den CP anzuschauen. Dort angekommen, stellte sich allerdings heraus,
dass wir pro Person 2,00 € Tagesgebühr zahlen sollten, obwohl wir
ja wie gesagt uns den Platz nur einmal anschauen wollten. Der CP-Besitzer
war da sehr unflexibel und unfreundlich - wäre schließlich Saison und da
müsse jeder bezahlen. Wenn wir den Tag dort hätten verbringen wollen, hätten
wir ja gerne gezahlt, aber nur für ne 1/2 Stunde wollten wir die Tagesgebühr
nicht bezahlten. Tja, so sind wir leider nicht dazu gekommen, den Platz
zu besichtigen und so werden wir dort auch nie Urlaub machen - da hat er
jetzt halt Pech der Besitzer von "Welter's Camping- und Freizeitparadies",
mindestens 4 Einheiten die dort nie Halt machen werden.
Wir fuhren dann getrennt zurück. Bernie, Gerhard, Brigitte und Horst wollten
noch mal nach Bad Nauheim, Christel und Peter nach Weilburg. Uns zog es
bereits nach Hause.
Es war mal wieder ein schönes Wochenende und für das letzte Oktoberwochenende
ist die Hütte bereits von uns gebucht worden. Also schon mal Termin freihalten! |